Qualitätsentwicklung
Qualitätsentwicklung am KBZ bedeutet kontinuierliche Verbesserung: Wir setzen auf Evaluationen, Feedback, interne und externe Audits sowie innovative Konzepte, um Unterricht, Beratung und Organisation nachhaltig weiterzuentwickeln – für deinen Lernerfolg.

Vision, Mission, Strategie
Schul- und Qualitätsentwicklung hat am KBZ eine langjährige Tradition. Bereits Anfang 2000er-Jahren hat sich das KBZ an modernsten Erkenntnissen über den (Berufsschul-) Unterricht orientiert (Lernkonzept Mittelpunkt). Aktives und mitverantwortliches Lernen wurde stets als Grundhaltung gelebt und durch Instrumente zur Überprüfung des Lernerfolgs konkretisiert und umgesetzt.
In all diesen Jahren weist das KBZ sowohl in der Grund- wie auch in der Weiterbildung überdurchschnittliche Abschlussquoten auf und hat verschiedene namhafte Erfolge erzielt. So hat das KBZ beispielsweise im Jahr 2015 den Schweizer Schulpreis gewonnen, im Jahr 2017 flächendeckend BYOD in der Grundbildung eingeführt und ab 2018 in der Weiterbildung Angebote in ein Blended Learning Konzept überführt. Unsere Vision, Grundwerte, Mission und Strategie helfen uns dabei, weiterhin an der Schul- und Qualitätsentwicklung zu arbeiten und eine hohe Unterrichtsqualität sicherzustellen.
Der Wirtschaftsraum Zug verfügt über die qualifizierten Fachkräfte in den Berufsfeldern des Detailhandels, der Kaufleute und der Wirtschaftsinformatik.
Unsere Mission ist es, Menschen durch Bildung und Partnerschaften mit der Wirtschaft nachhaltig arbeitsmarktfähig zu machen bzw. zu halten.
Wie wir die Vision in den nächsten zwei bis vier Jahren verwirklichen wollen.
Kompetenzentwicklung und Ausbildungsqualität
- Strategie 1: Das KBZ setzt die Reformen in der beruflichen Grundbildung erfolgreich um und führt die Ausbildung der Mediamatiker/-in ein. In der Weiterbildung findet ein Ausbau und Weiterentwicklung der Bildungsangebote statt, welcher die digitalen, kommunikativen, kollaborativen und kreativen Kompetenzen fördert. Dabei fokussiert das KBZ auf die Individualisierung sowie die transversalen Kompetenzen und stärkt dabei die Arbeitsmarktfähigkeit der Lernenden und Teilnehmenden.
- Strategie 4: Das zeitgemässe Lernen und Arbeiten stellt vielfällte Raumansprüche, welchen am KBZ durch einen Umbau und neue Einrichtung Rechnung getragen werden.
- Strategie 7: Das KBZ begegnet den abnehmenden Ausbildungsverhältnissen im Detailhandel und bei den Kaufleuten, indem substituierende berufliche Grundbildungen künftig am KBZ angesiedelt werden.
- Strategie 8: Das KBZ fördert den erfolgreichen Übergang von EBA- zu EFZ-Abschlüssen aktiv.
- Strategie 13: Das KBZ evaluiert den Unterricht, die internen Prozesse sowie Konzepte und deren Umsetzung fortlaufend und leitet geeignete Massnahmen ab.
Digitale Transformation und technologische Ausrichtung
- Strategie 2: Um den steigenden digitalen Ansprüchen der Lernenden, Teilnehmenden und Mitarbeitenden gerecht zu werden sowie umfassende Serviceleistungen erbringen zu können, wird am KBZ mit einer erstklassigen ICT-Arbeitsumgebung gelernt und gearbeitet.
- Strategie 3: Für eine weitere Kompetenzsteigerung der Lernenden, Teilnehmenden sowie Lehrpersonen im Umgang mit digitalen Lernformaten werden sowohl die notwendigen Raum- und Zeitressourcen wie auch das Know-how zur Verfügung gestellt. Die Lehrpersonen werden befähigt, die Lernenden und Teilnehmenden in digital unterstützten Lernprozessen zu begleiten.
- Strategie 11: Das KBZ baut die Infrastruktur für die künftigen Anforderungen aus, damit ein qualitativ hochstehender Hybrid-Unterricht gewährleistet ist. Dieses Unterrichtsformat stellt künftig den Standard in der KBZ Weiterbildung dar.
- Strategie 14: Das KBZ integriert den Umgang mit KI-Applikationen in den Unterricht und in Verwaltungsprozesse. Lehrpersonen, Lernende und Mitarbeitende der Verwaltung werden befähigt, KI-Applikationen effektiv sowie datenschutzkonform und ethisch korrekt zu nutzen.
Attraktivität
- Strategie 5: Das KBZ bringt sich aktiv bei der Berufswahl und Informationsveranstaltungen ein und sorgt damit für eine positive Wahrnehmung der Berufsbilder im Detailhandel, bei den Kaufleuten und der Wirtschaftsinformatik. Den Berufsleuten ermöglicht das KBZ attraktive Karrieremöglichkeiten in der Höheren Berufsbildung sowie die Anschlussfähigkeit für ein Hochschulstudium.
- Strategie 6: Das KBZ fördert durch geeignete schulische und ausserschulische Aktivitäten den Lernerfolg, die Zufriedenheit und die Verbundenheit mit der Bildungsinstitution.
- Strategie 12: Die KBZ Weiterbildung professionalisiert die Marketingaktivitäten und weist überdurchschnittliche Erfolgsquoten bei den zentralen Prüfungen aus.
Kooperation und institutionelle Vernetzung
- Strategie 9: Das KBZ baut die Lernortkooperation und die Zusammenarbeit mit Bildungspartner und Partner aus dem Wirtschaftsraum Zug aus.
- Strategie 10: Das KBZ bemüht sich um einen aktiven Austausch zwischen der Sek I und Sek II – Stufe, um einen erfolgreichen Übertritt der Lernenden zu ermöglichen.
Die Mehrjahresplanung des KBZ dient dem KBZ der zielgerichteten und strategischen Schul- und Qualitätsentwicklung. Sie basiert auf den strategischen Zielen und den definierten Qualitätszielen am KBZ. Die Planung wird jeweils im Frühjahr aktualisiert und weist die aktuellen Sicherungsziele sowie Entwicklungsziele der kommenden Jahre von Grund- und Weiterbildung aus. Die Mehrjahresplanung dient zudem der transparenten Information an die Mitarbeitenden.
Qualitätssicherung und Entwicklung
Für die Qualitätsentwicklung am KBZ ist das kantonale Rahmenkonzept Qualitätssicherung und Entwicklung (QSE) für die Sekundarstufe II massgebend.
Nachfolgend werden die Elemente 1 bis 6 des Rahmenkonzepts des Kantons Zug aufgenommen und deren Umsetzung am KBZ dokumentiert. Die Elemente 1 bis 4 werden gesamtschulisch verantwortet und nach den Vorgaben der Schulleitung zu den in den voraus festgelegten Zeitpunkten durchgeführt (schulische Ebene). Die Umsetzung der Elemente 5 und 6 liegt in der Verantwortung jedes und jeder Einzelnen (individuelle Ebene), wobei über die zeitliche Umsetzung innerhalb des Schuljahres frei entschieden werden kann. Die Umsetzung des Elements 7 liegt in der Verantwortung der Direktion (kantonale Ebene) und wird hier nicht weiter ausgeführt.
Bei der Steuerung der schulinternen Qualitätsprozesse geht es einerseits darum, das individuelle und institutionelle Lernen eng miteinander zu verbinden. Andererseits sollen alle Q-Aktivitäten möglichst fokussiert und im Rahmen eines priorisierten Entwicklungsvorhabens stattfinden. Dieses Entwicklungsvorhaben gibt sich die Schule selbst oder kann ihr von aussen aufgetragen werden. Beim priorisierten Entwicklungsvorhaben kommt das QM-Instrumentarium systematisch, explizit und integriert zum Einsatz. Dies geschieht vor allem dadurch, dass das Q-Instrumentarium in ein priorisiertes Schulentwicklungsprojekt integriert ist. So wird das schulische QM primär zu einem thematisch ausgerichteten und inhaltlich konkretisierten Entwicklungsinstrumentarium. Es entfaltet sein Potenzial hauptsächlich in der konkreten, praxiswirksamen Umsetzung von Schul- und Unterrichtsentwicklungsprojekten. Selbstverständlich kann die Schule bei Bedarf zusätzlich interne Evaluationen zu weiteren Themen durchführen.
Elemente des QM-basierten Entwicklungsinstrumentariums am KBZ
- Qualitätskonzept
- Mehrjahresplanung
- Leitbild
- Lehr- und Lernkonzept
- Partizipation der Lernenden
- Lernortkooperation
Für die Qualitätsentwicklung am KBZ ist das kantonale Rahmenkonzept Qualitätssicherung und entwicklung (QSE) für die Sekundarstufe II massgebend. Die sechs Elemente werden am KBZ folgendermassen umgesetzt:Das MAG dient der Förderung und Entwicklung der Mitarbeitenden (Zufriedenheit, Motivation und Selbstverantwortung, Transparenz, Situierung im Rahmen der übergeordneten Zielsetzungen, Zusammenarbeit). Gegenstand des MAG ist alles, was für die Erfüllung des Berufsauftrags relevant ist: Leistungen, Sozial- und Persönlichkeitskompetenz, Arbeitsverhalten, Entwicklung von Erfahrung und Fachwissen, Unterrichtspraxis, bei Leitungspersonen auch die Führungskompetenz und damit verbundene Aufgaben.
Mit jeder Lehrperson findet durchschnittlich alle zwei Jahre, mit jeder Leitungsperson jährlich ein MAG statt. Ein MAG-Zyklus umfasst Zielvereinbarung, Zielüberprüfung und evtl. Vereinbarung von Massnahmen sowie eine Fremd- und Selbsteinschätzung. Zur Objektivierung der Beurteilung besucht die Prorektorin/der Prorektor für Schul- und Qualitätsentwicklung den Unterricht und es werden Lernendenrückmeldungen erhoben.
Ziele:
- Schulqualität mittels Personalqualität weiterentwickeln
- Die Professionalität der Lehrpersonen stärken
- Fähigkeiten der Lehrperson (an)erkennen und ihre Weiterentwicklung unterstützen
- Individuelle Ziele vereinbaren, überprüfen und evtl. Massnahmen vereinbaren
- Zur individuellen Weiterbildungsplanung beitragen
- Laufbahnplanung thematisieren
Eine zuverlässige Defiziterkennung zeigt einerseits, wo Lernbedarf auf der Ebene von Einzelpersonen und Entwicklungsbedarf auf der Ebene der Institution bestehen. Andererseits bildet eine wirksame Defizitbearbeitung die Grundlage dafür, die Glaubwürdigkeit des schulischen QM schulintern und -extern sicherzustellen.
Das KBZ setzt darauf, Qualitätsmängel frühzeitig zu erkennen und anhand geeigneter Massahmen zu beheben, bevor Qualitätsdefizite entstehen. Die Prozessbeschriebe im «Umgang mit Qualitätsdefiziten» orientieren sich an den Qualitätsnormen am KBZ und definieren, ab wann das Unterschreiten von Qualitäts-Standards eine Interventionsmassnahme bedarf, und regelt verbindlich und transparent den Umgang mit Verstössen gegen Qualitätsansprüche am KBZ. Dabei wird konsequent die Ausführung des Regelkreises (Planung, Umsetzung, Evaluation, Massnahmen) als Standardprozess eingehalten, gemäss dem im Rahmenkonzept (vgl. Seite 4) vorgegebenen Grundsatz zur Qualitätssicherung und –entwicklung.
Wir unterscheiden zwischen institutionellen und individuellen Qualitätsmängel und -defiziten. Um die institutionellen Mängel bzw. Defizite kümmert sich die Schulleitung im Rahmen ihres Auftrags. Bei Reklamationen zur Institution oder zu einzelnen Personen am KBZ wird gemäss spezifischen Reklamationsmanagement-Prozessen vorgegangen (vgl. dazu Abschnitt «Erkennungsinstrumente»).
Verstösse von Lernenden und Klassen gegen Qualitätsansprüche in Unterricht und Schule sind nicht Gegenstand dieses Elements.
Qualitätsmängel und Qualitätsdefizite - eine Begriffsklärung und ein Beschrieb des Standardprozesses:
Ein Qualitätsmangel bezeichnet ein unerwünschtes, störendes oder nicht vollständig den Qualitätsansprüchen gerecht werdendes Verhalten von KBZ Mitarbeitenden bzw. eines qualitativ ungenügenden Sachbestandes. Es ist eine Abweichung von den angestrebten Qualitätsstandards, die jedoch noch nicht zu einem vollständigen Versagen oder einer erheblichen Beeinträchtigung der Funktionalität führt. Es handelt sich um kleinere Mängel oder Schwächen, die durch gezielte Massnahmen behoben werden können. Werden die Mängel behoben, gilt der Prozess als abgeschlossen. Kann ein Mangel trotz Massnahmen in einer angemessenen Zeit nicht oder ungenügend behoben werden, wird dieser schriftlich im Personaldossier festgehalten. Bei wiederholtem Auftreten von nicht oder ungenügend behobenen Qualitätsmängel werden diese zu einem Qualitätsdefizit. Ein Qualitätsdefizit liegt zudem vor, wenn die personalrechtlichen Vorgaben verletzt werden oder der Schule durch die Ist-Soll-Abweichung ein Qualitätsproblem und ein (Image-)Schaden entsteht.
Sobald ein individuelles Qualitätsdefizit festgestellt wird, erfolgt ein Gespräch mit der Schulleitung und eine schriftliche Verwarnung. Zudem wird ein den jeweiligen Umständen entsprechender Prozess ausgelöst. Ziel dieses Verfahrens ist, das Qualitätsdefizit möglichst zeitnah zu beheben. Sollte dies nicht gelingen, prüft die Schulleitung personalrechtliche Massnahmen.
Erkennungsinstrumente:
Qualitätsdefizite werden anhand der folgenden Instrumente erfasst:
Für institutionelle Mängel/Defizite
- ISO 21001 Zertifizierung und Resultate aus den Audits & anderen externen Evaluationen
- Standardisierte Abschlussbefragungen in der Grundbildung (GB) alle drei Jahre
- Vergleiche CH-QV-Notendurchschnitte mit KBZ-QV-Notendurchschnitten in der GB
- Vergleiche CH-Bestehensquoten mit jenen in den Ausbildungen in der Grundbildung und Angeboten in der Weiterbildung
- Reklamationen zur Institution KBZ bspw. zu Infrastruktur, Administration/Organisation o.ä.
Für individuelle Mängel/Defizite
- Rückmeldungen der Lernenden/Teilnehmenden aus den standardisierten Klassenbefragungen zum Unterricht
- Rückmeldungen der Mitarbeitenden aus den standardisierten Leitungsbefragungen
- Selbst- und Fremdevaluation der Mitarbeitenden im MAG
- Reklamationen zu Personen am KBZ
Mögliche Massnahmen bei Auftreten von Q-Defiziten
Bei Auftreten von Qualitätsdefiziten können folgende Massnahmen im Rahmen von Zielvereinbarungen ergriffen werden, um das Defizit wieder zu beheben. Die Schritte des Regelkreises werden in diesem Prozess konsequent angewendet. Die Liste ist nicht abschliessend und hat exemplarischen Charakter:
- Intervision
- Supervision
- MAG mit verordneten Zielvereinbarungen und/oder Weiterbildungsmassnahmen
- Weiterbildungsmassnahmen für die Mitarbeitenden/eine Gruppe von Mitarbeitenden
- Massnahmen geregelt in derHausordnung KBZ
- Massnahmen geregelt im kantonalen Reglement der Bildungszentren
- Personalrechtliche Massnahmen geregelt im Personalgesetz/Personalverordnung
- ...
Verschiedene Formen der externen Schulevaluation dienen der Weiterentwicklung der Schulqualität und der Profilbildung; zudem können sie für die Rechenschaftslegung der Schulen gegenüber der Öffentlichkeit verwendet werden. Eine externe Evaluation kann im Auftrag der Direktion bzw. der Schulkommission oder der Schule selbst erfolgen. Die Schulen können die externe Schulevaluation mitgestalten oder gar eine ausserordentliche Evaluation beantragen. Auf der Grundlage des Evaluationsberichts vereinbaren die Schulleitungen mit den zuständigen Stellen in den Direktionen Folgemassnahmen. Die Schulen werden bei Bedarf bei der Umsetzung der Folgemassnahmen unterstützt. Die zuständigen Stellen in den Direktionen kontrollieren die Umsetzung im Rahmen ihres Bildungscontrollings.
Ziele:
- Schulqualität in einem ausgewählten Bereich von Externen überprüfen lassen
- Schulentwicklung ausrichten und anpassen durch gezielte Bearbeitung von Stärken und Schwächen der Schule (Selbststeuerung)
- Gemeinsames Qualitätsverständnis in Leitung und Kollegium und die Qualitätskultur der Schule stärken (Identifikation, Profilbildung)
- Entwicklungspotenziale bzw. -notwendigkeiten erkennen
- Rechenschaft ablegen
Verantwortung:
Schulleitung (Prorektor/-in Schul- und Qualitätsentwicklung)
Hinweis: Nebst der externen Evaluation bedarf es für eine zielgerichtete Schul- und Qualitätsentwicklung auch situative und ergänzende schulinterne Evaluationen. Das KBZ ergänzt das kantonale Rahmenkonzept bewusst, um dieses wichtige Qualitätselement.
Qualitätszertifizierung
Ziele:
- Die ISO-Zertifizierung dient der anerkannten und standardisierten Qualitätsauszeichnung.
- Die Zertifizierung stellt sicher, dass das KBZ klare externe Qualitätsstandards erfüllt.
- Durch die ISO-Zertifizierung wird die institutionelle Qualität und Professionalität transparent gemacht und gleichzeitig die kontinuierliche Entwicklung gefördert.
- Die Zertifizierung dient der Rechenschaftslegung gegenüber Dritten und stellt zugleich ein Marketinginstrument in der KBZ Weiterbildung dar.
Verantwortung:
Schulleitung (Prorektor/-in Schul- und Qualitätsentwicklung)
Beschreibung:
Die ISO-Zertifizierung basiert auf internationalen Standards und findet alle drei Jahre statt. In der Zwischenjahren wird ein Aufrechterhaltungsaudit durchgeführt. Durch die Zertifizierung wird das KBZ anhand dieser Standards durch unabhängige Expert/-innen überprüft. Nach der Zertifizierung wird ein Bericht zuhanden des KBZ verfasst, in dem alle Eindrücke, die Erfüllung der Anforderungen sowie Hinweise zur fortlaufenden Verbesserung festgehalten werden. Die Mitarbeitenden werden so einerseits über die Ergebnisse der Evaluation und anderseits über die daraus abgeleiteten Schritte informiert.
Instrumente:
- Vorgaben für ISO-Zertifizierung nach Norm 21001 der externen Zertifizierungsstelle (SQS)
- Qualitätshandbuch inkl. sämtlicher qualitätsrelevanten Nachweise
- Internes Kontrollsystem IKS
- Zertifizierungsbericht
Externe Evaluation
Ziele:
- Die externe Schulevaluation dient der Überprüfung der Leistung und der Effektivität der Schule durch eine unabhängige, externe Bewertung.
- Die externe Schulevaluation stellt sicher, dass Qualitätsstandards eingehalten, Stärken und Entwicklungsbereiche identifiziert und Empfehlungen für die kontinuierliche Verbesserung der Schul- und Unterrichtsqualität abgeleitet werden können.
- Die externe Schulevaluation dient zugleich als Instrument zur Rechenschaftslegung gegenüber Dritten.
Verantwortung:
Schulleitung
Beschreibung:
Grössere Schulentwicklungsprojekte oder ausgewählte Aspekte der Schule werden extern anhand vorab festgelegter Qualitätskriterien evaluiert. Die externe Schulevaluation zeichnet sich durch externe Perspektiven und Fachkenntnisse aus, um eine objektive Bewertung zu gewährleisten. Im Rahmen der Mehrjahresplanung werden qualitätsrelevante Projekte oder Aufgabenbereiche für die Evaluation festgelegt und umgesetzt. Alle zwei bis drei Jahre wird ein qualitätsrelevanter Aufgabenbereich evaluiert. Die Ergebnisse der Evaluation werden in einem Bericht zusammengefasst und allen zugänglich gemacht. Die Mitarbeitenden werden so einerseits über die Ergebnisse der Evaluation und anderseits über die daraus abgeleiteten Schritte informiert.
Instrumente:
- Leitbild
- Lernen 2020 und alle weiteren schulinternen Konzepte
- Mehrjahresplanung
- Nationale Bildungsvorgaben
Interne Evaluation als Ergänzung zur externen Evaluation
Ziele:
- Die interne Schulevaluation dient der Bewertung der internen Leistung und Effektivität durch intern entwickelte Evaluationen.
- Die interne Schulevaluation ermöglicht die Identifizierung von Stärken und Entwicklungsbereichen.
- Die interne Schulevaluation dient als Instrument zur Selbstreflexion, zur strategischen Planung und zur Förderung einer nachhaltigen Qualitätskultur am KBZ.
Verantwortung:
Schulleitung (Prorektor/-in Schul- und Qualitätsentwicklung)
Beschreibung:
Unter der Leitung des Prorektorats Schul- und Qualitätsentwicklung sucht die Gruppe Qualitätsentwicklung ausgewählte, zu evaluierende Aspekte aus und führt deren Evaluation selbständig durch. Dabei plant, erstellt und verwirklicht die Gruppe ein Audit-Programm, das Häufigkeit, Methoden, Verantwortlichkeiten, Planungsanforderungen und Berichterstattung umfasst. Bei der Planung des Audit-Programms werden berücksichtigt:
- Die Ziele und Anforderungen des KBZ Führungssystems
- Die Bedeutung der zu auditierenden Prozesse
- Rückmeldungen der betroffenen interessierten Parteien
- Ergebnisse früherer Audits
Dabei können sowohl schulinterne Konzepte periodisch als auch Schulentwicklungsprojekte, welche nicht extern evaluiert werden, durch interne Schulevaluationen überprüft werden. Anlass für eine schulinterne Evaluation können auch mangelhafte Prüfungserfolge von Lernenden und Teilnehmenden oder kritische Rückmeldungen einer Anspruchsgruppe sein. Der Fokus der Evaluation liegt auf der Selbstreflexion und der Entwicklung von Massnahmen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Schule. Die Auditergebnisse werden zusammengefasst und den relevanten Parteien zugänglich gemacht. Die Mitarbeitenden werden so einerseits über die Ergebnisse der Evaluation und anderseits über die daraus abgeleiteten Schritte informiert.
Instrumente
- ISO 21001 Normen und ISO-Auditbericht
- Leitbild
- Lernen 2020 und alle weiteren schulinternen Konzepte
- Mehrjahresplanung
- Nationale Bildungsvorgaben
- Lernmedien
- Infrastruktur inkl. Hard- und Software
- Unterrichtsmaterialien
- Q-Elemente 1, 3 und 6
Das individuelle Feedback erlaubt der einzelnen Leitungs- oder Lehrperson, einerseits der Wirkung ihres Handels respektive Unterrichts auf die Spur zu kommen und steht andererseits im Zusammenhang des vereinbarten Schulentwicklungsschwerpunktes (Element 1). Gezielte Rückmeldungen unterstützen die Leitungs- oder Lehrperson bei der Überprüfung und Reflexion ihrer Praxis. Dabei steht insbesondere das formative Feedback im Vordergrund. Die Führungs- oder Lehrperson holt möglichst thematisch-fokussierte Feedbacks ein, wertet sie aus, bespricht die Daten mit den Feedbackgebenden und berichtet ihnen, was sie daraus macht. Nach einer gewissen Zeit überprüft sie die Wirksamkeit der umgesetzten Massnahmen. Zusammen mit den Rückmeldungen und Hinweisen durch die Schulleitung im MAG (Element 2) und den kollegialen Feedbacks (Element 6) ergibt sich so ein 360°-Feedback, das der Person hilft, ihr professionelles Handeln bedürfnis- und bedarfsgerecht auszurichten. An der Schule entsteht eine Feedbackkultur, die nicht nur als eine individuelle, sondern auch als eine institutionelle Haltung wahrnehmbar ist.
Ziele:
- Steuerungswissen zur Berufspraxis erhalten (Stärken-/Schwächen-Profil)
- Sicherheit und Vertrauen in Bezug auf das individuelle, professionelle Handeln gewinnen und erhalten
- Handlungs- und Entwicklungsbedarf in Bezug auf den Berufsauftrag, insbesondere die eigene Unterrichtspraxis resp. Leitungshandeln und den vereinbarten Schulentwicklungsschwerpunkt definieren
- Mit Lernenden resp. mit dem Kollegium einen datenbasierten Dialog über Unterrichtsqualität führen
- Verbindung herstellen einerseits zwischen dem individuellen pädagogischen Wirken sowie dem Schulentwicklungsschwerpunkt und andererseits den pädagogischen Leitsätzen und Zielen der Schule.
Die kollegiale Unterrichtsentwicklung erfolgt in Qualitätszirkeln oder Unterrichtsteams. Solche Zirkel resp. Unterrichtsteams sind kollegiale Feedback- und Beratungsgruppen aus mehreren Lehrpersonen, die an einem zentralen Thema ihres Berufsauftrags resp. am pädagogischen Leitbild arbeiten. Im Zentrum stehen die Planung, Durchführung und Auswertung des Unterrichts, aber auch pädagogische Fragen wie beispielsweise das Klassenmanagement oder das Prüfen und Beurteilen. Anhand von konkreten Problemstellungen oder Anliegen werden gemeinsam Verbesserungsmöglichkeiten erörtert. Die Arbeit in einem Qualitätszirkel bzw. einem Unterrichsteam ist in der Grundbildung Teil des Berufsauftrags. Eine Ausprägung dieser Qualitätsteams ist die Hospitationsgruppe, in der Lehrpersonen im Anschluss an gegenseitige Unterrichtsbesuche gemeinsam über den Unterricht nachdenken.
Jede Lehrperson der Grundbildung wirkt in einer Hospitationsgruppe, einer themenbezogenen Lerngruppe, einem moderierten Erfahrungsaustausch (Intervision) oder in einer Entwicklungsgruppe mit. Die Lehrpersonen wechseln periodisch das Gefäss.
Ziele:
- Die eigenen Stärken und Schwächen im beruflichen Handeln und die Lernwirksamkeit erkennen und diese durch kollegiale Impulse weiterentwickeln
- Den eigenen Unterricht und den Unterricht von Kolleginnen und Kollegen gemeinsam systematisch reflektieren und weiterentwickeln
- Offenheit und Bereitschaft im Kollegium stärken, sich über das individuelle professionelle Handeln auszutauschen
- Verbindlichkeit herstellen durch Zielvereinbarung und Zielüberprüfung innerhalb der Q-Gruppe resp. des Unterrichtsteams
Hinweis: Das KBZ hat in Grund- und Weiterbildung eine langjährige Tradition in der kollegialen Unterrichtsentwicklung (bspw. Kollegiale Hospitationen). Mit dem neuen Rahmenkonzept eröffnen sich neue Möglichkeiten. Aus diesem Grund wird auf das Schuljahr 2026/2027 eine Arbeitsgruppe gebildet, welche das Element 6 einer Überprüfung unterzieht und die zusätzlichen Möglichkeiten in die bestehende Praxis aufnimmt. Das überarbeitet Element 6 gelangt ab Sommer 2027 zur Anwendung.